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Time-out,
1992-1994 |
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Témoigner,
Mathias Flügge (german)
Le sommeil de la raison, Joseph
Tarrab (german)
Victims in the Shadow of Account
– A Story Behind the Pictures of Salah Saouli,
Harald Friecke
Nur ein Hauch von Verlust, Katrin
Bettina Müller
The Way We’ve Always Done
Before, Michael Wollenheit
Energetic Depots – On the
New Works of Salah Saouli, Stefan
Rasche (german)
Some say that writing poetry is
impossible after Auschwitz, Wilhelm
Gauger
Wir wollen wieder gesehen werden
und euch sehen können, Wilhelm
Gauger
Le mot secret, Abbas
Beydoun
Obsession by Salah Saouli,
Heleen
Buijs
Supperpositions, Reiner
Höynck (german)
Das Labyrinth, Stefan
Rasche
Über „das Labyrinth“ von Salah Saouli
Stefan Rasche
Das
Labyrinth von Salah Saouli setzt sich aus einer Vielzahl
transparenter Tafel zusammen,
die- in unterschiedlicher Ausrichtung von der Decke
abgehängt- zu Trägern disparater
Bilder werden. So sind die Scheiben mit teilweise fragmentierten
und einander überlagernden
Texten, Stadtpläne, Zeichnungen, eigenen und gefundenen
Fotografien bedruckt- ein
Material, das sich zu einem offenen Bildsystem ergänzt,
das immer wieder neue Sichtweisen
und Leserarten ermöglicht, sobald sich der Ausstellungsbesucher
in diesen ikonegraphischen
Irrgarten hineinbegibt und seine sich kreuzenden Wege
durchwandert. Und doch hat die
Bilderflut einen kleinen gemeinsamen Nenner: Es geht
um die Städte Berlin und Beirut-
Beirut, wo Salah Saouli 1962 geboren wurde und Berlin,
wo er seit 1984 lebt. Zum
metaphorischen Ausgangspunkt der Installation macht
er dabei sowohl die labyrinthische
Struktur der beiden Städte, als auch ihre höchst
wechselvolle Geschichte, ihren Aufstieg zum
florierenden Kultur- und Wirtschaftszentrum, sodann
die Probleme, die sich aus der
Zerstörung der Teilung und der Wiedervereinigung
der Städte ergab. Dies alles taucht auf,
fast immer namenlos und unbezeichnet, ähnlich den
inneren Bildern der Erinnerung, ein
visuelles Depot, das über Zentren und Peripherien
verfügt, das plötzlich sich verdichtet und
ebenso plötzlich wieder Konture verliert. Indem
Salah Saouli diesen Vorgängen Raum und
Flächen verleiht, die erst der Betrachter mit seinen
Bewegungen erfüllt, geraten die Grenzen
zwischen individueller Wahrnehmung und kollektiven Wiedererkennen
zwischen
Vergangenheit und Gegenwart in Fluss.
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